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Frühjahrs-Check fürs Motorrad

Das Motorrad im Frühjahr zum Laufen zu bringen, bedarf keiner großen Mühen, vorausgesetzt es wurde im Herbst mit ausgebauter Batterie, randvollem Tank und entleerten Vergasern in den Winterschlaf geschickt.

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[IMAGE: Wiederbelebung am Ladegerät.]
Wiederbelebung am Ladegerät

Checkliste zum Saisonstart

Motorradbatterie einbauen

Die (hoffentlich) im Keller überwinterte Batterie kann nun vom Ladegerät abgeklemmt werden. Nach Einbau der Batterie, wird zuerst das Plus- dann das Minuskabel befestigt. Danach bekommen die Pole etwas Procycle Polfett. Der Entlüftungsschlauch darf beim Verlegen keinen Knick bekommen (entfällt bei wartungsfreien Batterien). Wurde die Batterie im Fahrzeug „vergessen“, ist der Ausbau (erst Minuskabel lösen) zur Wiederbelebung am Ladegerät notwendig. Bei Standard-Säurebatterien kontrolliert man den Füllstand und ergänzt ihn mit demineralisiertem Wasser. Bei wartungsfreien Batterien ist dies natürlich nicht notwendig. Nimmt die Batterie keine ausreichende Ladung mehr auf, weil sie sich über die Wintermonate tiefentladen hat und weil als Folge die Zellen mehr oder weniger stark sulfatiert sind, wäre leider eine Neuanschaffung fällig.

Wurden Auspuff und Motorblock mit Feinöl eingepflegt, wischt man dieses gründlich ab und entfernt ggf. den öligen Lappen aus dem Schalldämpfer.

Verkehrssicherheit und Verschleißteile überprüfen:

  • Hupe und Licht müssen funktionieren (Abblend-, Fern-, Brems-, Rücklicht, Kennzeichenleuchte, Anzeigeleuchten, Blinker).
  • Die Reifen dürfen nicht überaltert oder ungleichmäßig abgefahren sein. Prüfen Sie das Reifenprofil mit einem Profiltiefenmesser. 1,6 mm sind absolutes Verschleißlimit. Für eine sichere Fahrt auch bei Regen sollte ab 2-3 mm Profiltiefe aber bereits eine neue „Socke“ eingeplant werden. Das Gleiche gilt, wenn der Pneu rissig und überaltert ist. Das Produktionsdatum kann übrigens auf dem Reifen nachgesehen werden. Steht da z. B. 4908, wurde dieser in der 49. Kalenderwoche des Jahres 2008 hergestellt.
  • Alle zwei bis drei Jahre ist ein Wechsel der Bremsflüssigkeit fällig, denn diese nimmt selbst im verschlossenen System mit der Zeit Wasser auf und garantiert dann keinen sicheren Bremsdruckpunkt mehr. Auch die Bremsklötze sollten zum Saisonstart noch deutlich von Ihrer Verschleißgrenze entfernt sein. Näheres finden Sie dazu in unseren entsprechenden Schraubertipps.
  • Wenigfahrer sollten einmal im Jahr das Gabelöl wechseln (siehe Schraubertipp „Gabeldichtringe“), der Saisonstart ist ein guter Zeitpunkt hierfür. Ansonsten gelten die Wechselintervalle des Fahrzeugherstellers (siehe Schraubertipp „Gabeldichtringe“).
  • Zündkerzen sollten ca. alle 10 tkm, Papierluftfilter ca. nach 12-18 tkm ausgetauscht werden (s. Wartungsangaben des Fahrzeugherstellers). Auch Zündstecker altern und können dann zur Fehlerquelle werden – ein vorbeugender Wechsel schützt vor Pannen.
  • Nun prüfen Sie noch einmal, ob sich über den Winter nicht doch hier und dort „Gammel“ am Motorrad breitgemacht hat, den Sie gründlich ausrotten sollten. Wurde es vor der Winterruhe vergessen, schmieren Sie nun die Antriebskette, Hebel und Gelenke gründlich ab. Rostnester werden mit Schleifpapier oder einer Drahtbürste beseitigt, mit Rostschutzfarbe grundiert und in Fahrzeugfarbe lackiert, z. B. mit Tupf- oder Sprühlack. Rost an Chromteilen entfernt man mit Chrompolitur, „Blühstellen“ auf blankem Aluminium mit AluMagic.
  • Wurde der Öl- und Filterwechsel im Herbst nicht durchgeführt, sollten wir diesen nun wirklich nicht mehr länger hinausschieben (siehe Schraubertipp „Ölwechsel“).

Bevor es auf die erste Fahrt geht, prüfen wir noch den Luftdruck in den Reifen und gleichen diesen nach Herstellerangaben an. Wurde der Benzinschlauch im Herbst vom Vergaser abgezogen, bringen Sie ihn wieder in Position. Sind die Schwimmerkammern vor dem Winter nicht entleert worden, besteht evtl. Gefahr, dass die Vergaserdüsen sich mehr oder weniger stark mit Harz zugesetzt haben. Um dieses zu lösen, kann ein Vergaserreiniger eingesetzt werden, der dem Benzin beigegeben wird. Procycle Kraftstoffsystemreiniger kann da helfen. In hartnäckigen Fällen bleibt leider nur die Demontage und gründliche Reinigung des Vergasers, wenn das Bike dauernd schlecht starten oder hartnäckig unrund laufen sollte (siehe Schraubertipp „Vergaser“).

reifenprofiltiefe
Profiltiefe messen
antriebskette
Antriebskette schmieren
vergaserreinigung
Vergaser-Reiniger hilft bei verharzten Düsen
reifenherstellungsnummer
Herstellungsdatum (KW/Jahr) hier: (49.) Kalenderwoche 20(08)
frühjahrs-check
Lassen Sie es zunächst lieber etwas gemütlicher angehen!

Nun können Sie sicher in die neue Motorradsaison starten. Will das Motorrad nicht sofort anspringen, kann etwas Procycle Starthilfe-Spray in den Ansaugtrakt gesprüht werden. So erhält man ein zündfähigeres Gemisch. Und denken Sie dran: Nach der Winterpause müssen sich Ihre Reflexe erst wieder ans Motorrad fahren gewöhnen – lassen Sie es zunächst lieber etwas gemütlicher angehen, fahren Sie defensiv, Sicherheit geht vor! Auf der ersten Fahrt gönnen Sie Ihrem Motor am besten auch eine etwas längere Warmlaufphase (15-20 km), denn nach der langen Standzeit hat sich Kondenswasser im Motor gebildet, das sich zunächst verflüchtigen muss.

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Bitte beachten!

Bei den Schraubertipps handelt es sich um allgemeine Vorgehensweisen, die nicht für alle Fahrzeuge oder alle einzelnen Bauteile zutreffend sein können. Die jeweiligen Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort können unter Umständen erheblich abweichen, daher können wir keine Gewähr für die Richtigkeit der in den Schraubertipps gemachten Angaben übernehmen.

Wir danken für Ihr Verständnis.

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