Kawasaki ZL 600 – Louis Spezial-Umbau


Kawasaki ZL 600
- vor dem Umbau
Azubibike 2025
Aus einer vergessenen Maschine ein echtes Statement erschaffen
– das war die Mission von acht motivierten Auszubildenden. Die eingestaubte, verrostete, und lange stillgelegte Kawasaki ZL 600 wurde in das Azubi Bike 2025 verwandelt. Ein Motorrad, das mehr nach Schrottplatz als nach Straße aussah. Doch genau darin lag die Herausforderung für unsere jungen Azubis. Von Anfang an war klar: Aus dem alten Chopper soll ein moderner Bobber werden. Unser Azubi Team hatte 5 Tage Zeit und ein Budget von 2025€, um aus dem alten was komplett neues und eigenes zu erschaffen.
Erst mal alles ab
Schon bevor das Projekt offiziell starten konnte, sprudelten bereits die Ideen und gemeinsam entwickelten die Azubis das erste Konzept für das heutige Azubibike. Als der nächste Tag anbrach, stürzte sich das Team direkt in die Demontage. Teile wurden abgeschraubt, sortiert und bewertet: Was kann bleiben, was muss ersetzt werden? Denn eines standfest: So kann das Bike nicht bleiben. Bis auf den Rahmen wurde das gute Stück zerlegt, um die Bauteile gezielt überarbeiten zu können. Defekte Teile wurden durch neue oder selbstgefertigte Komponenten ersetzt, denn das Ziel war auch so viel von den alten Bauteilen wieder zu verwenden wie nur möglich.
Ganz viel Fleißarbeit
Das Projekt brachte Staub, Funken und Präzision mit sich: viel Schleifen, gründliches Reinigen und intensives Entrosten. Das sind alles entscheidende Schritte, um eine haltbare Lackierung zu gewährleisten. Überflüssige Elemente wie der Soziussitz und der zweite Endtopf wurden abgetrennt, um das Design zu modernisieren und Gewicht zu reduzieren. Die Azubis entschieden sich, das komplette Heck abzuflexen und durch ein eigenes Heck zu ersetzen. Dieser Vorgang und der Einbau neuer Federn haben das Bike zu einem tiefgelegenen Bobber gemacht – ein wichtiger Schritt für die große Veränderung am Motorrad.


Die Pulverbeschichtung
Während der Großteil des Teams mit dem Ausbau des Bikes beschäftigt waren, haben drei unserer Azubis der Pulverbeschichtung einen Besuch abgestattet. Dort haben unsere Azubis Tank, Felgen, Bremssattel und weitere Kleinteile selbst beschichtet. Durch die Pulverbeschichtung werden Metallteile besonders effektiv vor mechanischem Abrieb und Umwelteinflüssen geschützt, anders als bei Flüssiglack bildet das Pulver beim Einbrennen eine außerordentlich gleichmäßige, harte Oberfläche, die dadurch weniger anfällig für Kratzer ist. Tank, Felgen, Bremssattel und weitere Teile erhielten hierdurch nicht nur eine hochwertige Optik, sondern auch eine langlebige und starke Schutzschicht.


Midnight Lila
Die Lackierung des Bikes hat allerding noch gefehlt. Doch an Entschlossenheit hat es unserem Azubi Team nicht gefehlt. Rahmen und Anbauteile wurden entfettet, grundiert und lackiert. Auch der Rahmen erhielt ein tiefes Schwarz und die Anbauteile glänzten in einem intensiven „Midnight Lila“. Und dank der Grundierung unter dem Lack, die zusätzlich für die notwendige Haftung der Lackschichten sorgt, erhielten die Teile ein großartiges Ergebnis.
Die Montage
Die nun frisch-lackierten Teile wurden wieder zusammengebaut, Leitungen verlegt, Halterungen angepasst und Verschraubungen kontrolliert. Doch trotz all den Mühen hat noch etwas gefehlt. Parallel Überlegte sich das Team ein selbst-angefertigtes Design für den Motorradsitz. Drei der Azubis besuchten den Sattler, um dort das Polster zuschneiden, Bezug selbst zu nähen und aufzuziehen. Das Team Überlegte sich zusätzlich noch einen passenden Namen für das Bike. Es kann doch nicht sein das es Namenlos bleibt… Das Team taufte das Bike auf den Namen „Bobbina“ und stickten diesen mit auf den Motorradsitz.


Somit kam es auch schon der Anbruch des letzten Tages und auch die finale Phase. Schönheitskorrekturen, Feinschliffe und technische Feinarbeiten wurden abgeschlossen. Bremsflüssigkeit wurde gewechselt und elektrische Verbindungen getestet. Auch die Felgen erhielten etwas Liebe, mit Zierstreifen um den ein optischen Akzent zusetzen.
Das Design
Unsere Azubis entschieden sich für einen markanten Lilaton, zum Beispiel auf dem Tank und dem Bremssattel, kombiniert mit weißen Felgen für einen modernen Kontrast. Lilafarbene Zierstreifen und lilafarbene Nähte am Motorradsitz setzten weitere spannende Akzente. So entstand eine Mischung aus modernem Look und klassischem Retro-Bobber-Stil – ein einzigartiger Look für ein einzigartiges Motorrad.
Vor dem Umbau:



Nach dem Umbau:





Das Team




